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7. DC-Series - Programming

DC-Series Operator's/Service Manual


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  • 6. DC-Series - Control Icons
  • 7. DC-Series - Programming
  • 8. DC-Series - G-Codes
  • 9. DC-Series - M-Codes
  • 10. DC-Series - Settings
  • 11. DC-Series - Maintenance
  • 12. DC-Series - Spindle Chiller

Go To :

  • 7.1 DC-Serie – Grundlegende Programmierung
  • 7.2 DC-Serie – Absolute/Inkrementelle Positionierung
  • 7.3 DC-Serie – Aufrufe von Werkzeug-/Werkstückversätzen
  • 7.4 DC-Serie – Unterprogramme

7.1 DC-Serie – Grundlegende Programmierung

Basic Programming

Ein typisches CNC-Programm besteht aus (3) Teilen:

1) Vorbereitung:: Dieser Teil des Programms wählt die Werkstück- und Werkzeugversätze sowie das Schneidwerkzeug, schaltet das Kühlmittel ein, stellt die Spindeldrehzahl ein und wählt eine absolute oder inkrementelle Positionierung für die Achsenbewegungen.

2) Schneiden: Dieser Teil des Programms definiert die Werkzeugbahn, Spindeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit für die Zerspanung.

3) Abschluss: Dieser Teil des Programms fährt die Spindel aus dem Weg, schaltet die Spindel aus, schaltet das Kühlmittel aus und fährt den Tisch in eine Position, aus der das Werkstück entnommen und kontrolliert werden kann.

Dies ist ein grundlegendes Programm, das einen 0,100" (2,54 mm) tiefen Schnitt mit Werkzeug 1 in einem Werkstück entlang einer geraden Bahn von X=0,0, Y=0,0 bis X=-4,0, Y=-4,0 ausführt.

HINWEIS: Ein Programmsatz kann mehrere G-Codes enthalten, solange diese aus verschiedenen Gruppen stammen. Zwei G-Codes aus der gleichen Gruppe dürfen nicht in einem Programmsatz enthalten sein. Beachten Sie auch, dass nur ein M-Code pro Satz erlaubt ist.

%
O40001 (Basisprogramm) ;
( G54 X0 Y0 ist die Ecke oben rechts des Teils) ;
(Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
(T1 ist ein 1/2-Zoll-Schaftfräser) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
G00 G90 G17 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
X0 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ;
S1000 M03 (Spindel UZ) ;
G43 H01 Z0.1 (Werkzeugversatz 1 ein) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G01 F20. Z-0.1 (Vorschub zur Schnitttiefe);
X-4. Y-4. (lineare Bewegung) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
G53 Y0 (Y Ausgangsposition) ;
M30 (Ende des Programms) ;
%

Preparation

Dies sind die Vorbereitungscodesätze im Beispielprogramm O40001:

Vorbereitungscodesatz: Beschreibung
% Kennzeichnet den Anfang eines in einem Texteditor geschriebenen Programms:.
O40001 (Basisprogramm) ; O40001 ist der Name des Programms. Die Programmnamenskonvention folgt dem Format Onnnnn: Der Buchstabe „O“ oder „o“ gefolgt von einer 5-stelligen Zahl.
(G54 X0 Y0 ist die Ecke oben rechts des Teils) ; Kommentar:
(Z0 ist an der Oberseite des Teils) ; Kommentar:
(T1 ist ein 1/2-Zoll-Schaftfräser) ; Kommentar:
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ; Kommentar:
T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ; Wählt Werkzeug T1 für die Bearbeitung. M06 wird verwendet, um den Werkzeugwechsler zu veranlassen, das Werkzeug 1(T1) in die Spindel zu laden.
G00 G90 G17 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);

Dies wird als sichere Startzeile bezeichnet. Es ist eine gute Bearbeitungspraxis, diesen Codeblock nach jedem Werkzeugwechsel zu setzen. G00 definiert, dass die nachfolgende Achsenbewegung im Eilgang auszuführen ist. 

G90 definiert Achsenbewegungen, die im Absolut-Modus ausgeführt werden (siehe absolute und inkrementelle Positionierung (G90, G91) für weitere Informationen).

G17 definiert die Schneidebene als XY-Ebene. G40 hebt die Fräserkorrektur auf. G49 hebt die Werkzeuglängenversätze ab. G54 definiert das Koordinatensystem, das auf dem Werkstückversatz zentriert werden soll, welches in G54 auf der Versatz Display gespeichert ist.

X0 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ; X0 Y0 veranlasst den Tisch, zur Position X=0.0 und Y= 0.0 im Koordinatensystem G54 zu fahren.
S1000 M03 (Spindel UZ) ;

M03 schaltet die Spindeldrehung im Uhrzeigersinn (UZ) ein. Es verwendet den Adresscode Snnnn, wobei nnnn die gewünschte Spindeldrehzahl darstellt. 

Bei Maschinen mit Getriebe wählt die Steuerung automatisch den Schnellgang oder Langsamgang entsprechend der befohlenen Spindeldrehzahl. Mit M41 oder M42 kann dies übersteuert werden. Auf Seite M41 Langsamgang- / M42 Schnellgang-Override sind nähere Informationen zu M-Codes für zur Beeinflussung der Gangwahl aufgeführt.

Bei Maschinen mit Getriebe wählt die Steuerung automatisch den Schnellgang oder Langsamgang entsprechend der befohlenen Spindeldrehzahl. Mit M41 oder M42 kann dies übersteuert werden. Unter M41/M42 Langsam-/Schnellgang-Override sind nähere Informationen zu M-Codes für Beeinflussung der Gangwahl aufgeführt.

G43 H01 Z0.1 (Werkzeugversatz 1 ein) ; G43 H01 schaltet die Werkzeuglängenkorrektur + ein. H01 gibt an, die Länge zu verwenden, die für Werkzeug 1 in der Werkzeugversatzanzeige gespeichert ist. Z0.1 befiehlt der Z-Achse, zu Z=0.1 zu fahren. 
M08 (Kühlmittel an) ; M08 befiehlt, das Kühlmittel einzuschalten.

Cutting

Dies sind die Schneidcodesätze im Beispielprogramm O40001:

Zerspanungscodesatz Beschreibung
G01 F20. Z-0.1 (Vorschub zur Schnitttiefe); G01 F20. definiert, dass die nachfolgenden Achsenbewegungen in einer geraden Linie auszuführen sind. G01 erfordert den Adresscode Fnnn.nnnn. Der Adresscode F20. spezifiziert eine Vorschubgeschwindigkeit von 20" (508 mm)/Min. für die Bewegung. Z-0,1 befiehlt der Z-Achse, zu Z=-0,1 zu fahren.
X-4. Y-4. (lineare Bewegung) ; X-4. befiehlt der X-Achse, zu X = -4,0 zu fahren, und der Y-Achse, zu Y = -4,0 zu fahren.

Completion

Abschlusscodesatz Beschreibung
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ; G00 befiehlt, die Achsenbewegung im Eilgang abzuschließen. Z0.1 Befiehlt der Z-Achse, zu Z = 0,1 zu fahren. M09 befiehlt, das Kühlmittel auszuschalten.
G53 G49 Z0 M05 (Z-Ausgangsstellung, Spindel aus) ; G53 definiert, dass die nachfolgenden Achsenbewegungen bezogen auf das Maschinenkoordinatensystem erfolgen sollen. G49 hebt die Werkzeuglängenversätze ab. Z0 ist ein Befehl, um zu Z=0.0 zu fahren. M05 schaltet die Spindel aus.
G53 Y0 (Y Ausgangsstellung) ; G53 definiert, dass die nachfolgenden Achsenbewegungen bezogen auf das Maschinenkoordinatensystem erfolgen sollen. Z0 ist ein Befehl, um zu Z=0.0 zu fahren.
M30 (Ende des Programms) ; M30 beendet das Programm und setzt den Cursor der Steuerung an den Anfang des Programms.
% Kennzeichnet das Ende eines in einem Texteditor geschriebenen Programms.

7.2 DC-Serie – Absolute/Inkrementelle Positionierung

Absolute vs. Incremental Positioning (G90, G91)

Absolute (G90) und inkrementelle Positionierung (G91) definieren, wie die Steuerung Befehle zur Achsenbewegungnbspdefiniert.

Wenn Achsenbewegungen nach einem G90-Code programmiert werden, fahren die Achsen zu der betreffenden Position bezogen auf den Nullpunkt des derzeit verwendeten Koordinatensystems.

Wenn Achsenbewegungen nach einem G91-Code programmiert werden, fahren die Achsen zu dieser Position relativ zur aktuellen Position.

In den meisten Situationen ist die Absolutprogrammierung sinnvoll. Inkrementalprogrammierung ist effizienter für sich wiederholende, gleichmäßig verteilte Schnitte.

Abbildung 1 zeigt ein Vorführteil mit fünf gleichmäßig versetzten Bohrungen mit 0,25" (13 mm) Durchmesser. Die Bohrlochtiefe beträgt 1,00" (25,4 mm) und der Abstand beträgt 1.250" (31,75 mm).

Abbildung 1 zeigt ein Vorführteil mit fünf gleichmäßig versetzten Bohrungen mit 0,25" (13 mm) Durchmesser. Die Bohrlochtiefe beträgt 1,00" (25,4 mm) und der Abstand beträgt 1.250" (31,75 mm).

Beispielprogramm für absolute / inkrementelle Positionierung. G54 X0. Y0. für Inkrementell [1], G54 für Absolut [2]

Nachfolgend sind zwei Beispielprogramme zum Bohren der Löcher für das Werkstück in der Zeichnung mit einem Vergleich zwischen Absolut- und Inkrementalpositionierung aufgeführt.

Wir beginnen die Löcher mit einem Zentrierbohrer und führen den Bohrvorgang mit einem 0,250" (6,35 mm) Bohrer aus. Wir verwenden eine 0.200 Zoll (5,08 mm) Schnitttiefe für den Zentrierbohrer und 1.00 Zoll (25,4 mm) für den 0,250-Zoll-Bohrer. G81, Bohrfestzyklus, dient zum Bohren der Löcher.

Mill Incremental Positioning Example

%
O40002 (Inkrementelles ex-prog) ;
N1 (G54 X0 Y0 ist Mitte links vom Werkstück) ;
N2 (Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
N3 (T1 ist ein Zentrierbohrer) ;
N4 (T2 ist ein Bohrer) ;
N5 (T1 ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
N6 T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
N7 G00 G90 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
N8 X0 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ;
N9 S1000 M03 (Spindel auf CW) ;
N10 G43 H01 Z0.1 (Werkzeugversatz 1 an);
N11 M08 (Kühlmittel ein) ;
N12 (T1 SCHNEIDEBLÖCKE) ;
N13 G99 G91 G81 F8.15 X1.25 Z-0.3 L5 ;
N14 (Anfang G81, 5-mal) ;
N15 G80 (G81 aufheben) ;
N16 (T1 ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
N17 G00 G90 G53 Z0. M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus);
N18 M01 (Wahlweiser Halt) ;
N19 (T2 VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
N20 T2 M06 (Werkzeug 2 wählen) ;
N21 G00 G90 G40 G49 (Sicherer Start) ;
N22 G54 X0 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ;
N23 S1000 M03 (Spindel auf CW) ;
N24 G43 H02 Z0.1 (Werkzeugversatz 2 an);
N25 M08 (Kühlmittel an) ;
N26 (T2 SCHNEIDESÄTZE) ;
N27 G99 G91 G81 F21.4 X1.25 Z-1.1 L5 ;
N28 G80 (G81 aufheben) ;
N29 (T2 ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
N30 G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
N31 G53 G90 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus);
N32 G53 Y0 (Y Ausgangsstellung) ;
N33 M30 (Ende des Programms) ;
%

Mill Absolute Positioning Example

Die absolute Programmiermethode erfordert mehr Codezeilen als die inkrementelle Programmiermethode. Die Programme haben ähnliche Vorbereitungs- und Abschlussabschnitte.

Schauen Sie sich Zeile N13 im Beispiel der inkrementellen Programmierung an, in der der Arbeitsgang des Zentrierbohrers beginnt. G81 verwendet den Schleifen-Adresscode Lnn, um die Anzahl der Zykluswiederholungen anzugeben. Der Adresscode L5 wiederholt diesen Vorgang 5-mal. Bei jeder Wiederholung des Festzyklus bewegt sich dieser um den Abstand, der durch den optionalen X- und Y-Wert angegeben wird. In diesem Programm fährt das Inkrementalprogramm bei jeder Schleife von der aktuellen Position 1,25" auf der X-Achse und führt dann den Bohrzyklus aus.

Für jeden Bohrvorgang gibt das Programm eine Bohrtiefe von 0,1" tiefer als die tatsächliche Tiefe vor, da die Bewegung 0,1" über dem Teil beginnt.

Bei der absoluten Positionierung verwendet G81 zwar die Bohrtiefe, verwendet aber nicht den Schleifen-Adresscode. Stattdessen gibt das Programm die Position für jedes Loch in einer separaten Zeile an. Die Steuerung führt den Bohrzyklus an jeder Position aus, bis der Festzyklus durch G80 aufgehoben wird.

Das Programm mit absoluter Positionierung gibt die exakte Bohrlochtiefe an, weil die Tiefe an der Werkstückoberfläche (Z=0) beginnt.

1

%
O40003 (absolutes Ex-Prog) ;
N1 (G54 X0 Y0 ist Mitte links vom Werkstück) ;
N2 (Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
N3 (T1 ist ein Zentrierbohrer) ;
N4 (T2 ist ein Bohrer) ;
N5 (T1 ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
N6 T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
N7 G00 G90 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
N8 X1.25 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ;
N9 S1000 M03 (Spindel auf CW) ;
N10 G43 H01 Z0.1 (Werkzeugversatz 1 ein);
N11 M08 (Kühlmittel ein) ;
N12 (T1 SCHNEIDEBLÖCKE) ;
N13 G99 G81 F8.15 X1.25 Z-0.2 ;
N14 (Anfang G81, 1. Loch) ;
N15 X2,5 (2. Loch) ;
N16 X3.75 (3. Loch) ;
N17 X5. (4. Loch) ;
N18 X6.25 (5. Loch) ;
N19 G80 (G81 aufheben) ;
N20 (T1 ABSCHLUSSBLOCK) ;
N21 G00 G90 G53 Z0. M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus);
N22 M01 (Wahlweiser Halt)
N23 (T2 ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
N24 T2 M06 (Werkzeug 2 wählen) ;
N25 G00 G90 G40 G49 (Sicherer Start) ;
N26 G54 X1.25 Y0 (Eilgang zur 1. Position) ;
N27 S1000 M03 (Spindel auf CW) ;
N28 G43 H02 Z0.1 (Werkzeugversatz 2 ein);
N29 M08 (Kühlmittel an) ;
N30 (T2 SCHNEIDBLÖCKE) ;
N31 G99 G81 F21.4 X1.25 Z-1. (1. Loch) ;
N32 X2,5 (2. Loch) ;
N33 X3,75 (3. Loch) ;
N34 X5. (4. Loch) ;
N35 X6,25 (5. Loch) ;
N36 G80 (G81 aufheben) ;
N37 (T2 ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
N38 G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
N39 G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus);
N40 G53 Y0 (Y Ausgangsstellung) ;
N41 M30 (Ende des Programms) ;
%

7.3 DC-Serie – Aufrufe von Werkzeug-/Werkstückversätzen

G43 Tool Offset

Der Befehl G43 Hnn Werkzeuglängenkorrektur sollte nach jedem Werkzeugwechsel verwendet werden. Er passt die Position der Z-Achse um die Länge des Werkzeugs an. Das Argument Hnn gibt die zu verwendende Werkzeuglänge an. Für nähere Informationen siehe Werkzeugversätze einstellen auf Seite 5 im Abschnitt Bedienung.

VORSICHT: Der Wert nn der Werkzeuglänge sollte dem Wert nn im Werkzeugwechselbefehl M06 Tnn entsprechen, um eine mögliche Kollision zu vermeiden.

Einstellung 15 – H & T Codeübereinstimmung steuert, ob der Wert nn in den Argumenten von Tnn und Hnn übereinstimmen muss. Wenn Einstellung 15 aktiviert (EIN) ist und die Argumente in Tnn und Hnn nicht übereinstimmen, wird der Alarm 332 – H und T unterschiedlich erzeugt.

G54 Work Offsets

Werkstückversätze definieren, wo sich ein Werkstück auf dem Tisch befindet.

Die verfügbaren Werkstückversätze sind G54-G59, G110-G129 und G154 P1-P99. G110-G129 und G154 P1-P20 beziehen sich auf die gleichen Werkstückversätze.

Ein nützliches Feature ist die Einrichtung mehrerer Werkstücke auf dem Tisch und die Bearbeitung mehrerer Teile in einem Maschinenzyklus. Dies wird erreicht, indem jedes Werkstück einem anderen Werkstückversatz zugewiesen wird.

Für weitere Einzelheiten siehe Abschnitt „G-Codes“ in diesem Handbuch. Es folgt ein Beispiel für die Bearbeitung von mehreren Teilen in einem Zyklus. Das Programm verwendet Lokaler Unterprogrammaufruf für den Fräsvorgang.

%
O40005 (Werkstückversätze ex-prog) ;
(G54 X0 Y0 ist Mitte links vom Werkstück) ;
(Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
(T1 ist ein Bohrer) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
G00 G90 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
X0 Y0 ;
(zur ersten Arbeitskoordinatenposition-G54 fahren ;) ;
S1000 M03 (Spindel UZ) ;
G43 H01 Z0.1 (Werkzeugversatz 1 ein) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
M97 P1000 (Aufruf des lokalen Unterprogramms) ;
G00 Z3.; (Eilgang zurück) ;
G90 G110 G17 G40 G80 X0. Y0.;
(Zur zweiten Arbeitskoordinatenposition-G110 fahren) ;
M97 P1000 (Aufruf des lokalen Unterprogramms) ;
G00 Z3.; (Eilgang zurück) ;
G90 G154 P22 G17 G40 G80 X0. Y0.;
(Zur dritten Arbeitskoordinatenposition-G154 P22 fahren) ;
M97 P1000 (Aufruf des lokalen Unterprogramms) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
G53 Y0 (Y Ausgangsposition) ;
M30 (Ende des Programms) ;
N1000 (Lokales Unterprogramm) ;
G81 F41.6 X1. Y2. Z-1.25 R0.1 (Anfang G81) ;
(1. Loch) ;
X2. Y2. (2. Loch) ;
G80 (G81 aufheben) ;
M99
%

7.4 DC-Serie – Unterprogramme

Subprograms

Unterprogramme:

  • Stellen normalerweise eine Reihe von Befehlen dar, die mehrmals in einem Programm verwendet werden.
  • Werden in einem separaten Programm geschrieben, statt die Befehle mehrmals im Hauptprogramm zu wiederholen.
  • Werden im Hauptprogramm mit M97 oder M98 und einem P-Code aufgerufen.
  • Können einen L-Wert für wiederholte Ausführung enthalten. Der Unterprogrammaufruf wird L Male ausgeführt, bevor das Hauptprogramm mit dem nächsten Satz fortfährt.

Bei Verwendung von M97:

  • Der P-Code (nnnnn) ist derselbe wie die Satznummer (Nnnnnn) des lokalen Unterprogramms.
  • Das Unterprogramm muss innerhalb des Hauptprogramms liegen.

Bei Verwendung von M98:

  • Der P-Code (nnnnn) ist derselbe wie die Programmnummer (Onnnnn) des Unterprogramms.
  • Befindet sich das Unterprogramm nicht im Speicher, muss der Dateiname Onnnnn.nc lauten. Der Dateiname muss das O, führende Nullen und .nc enthalten, damit die Maschine das Unterprogramm finden kann.
  • Das Unterprogramm muss im aktiven Verzeichnis oder an einer in den Einstellungen 251/252 angegebenen Stelle liegen. Auf Seite 5 sind nähere Informationen zur Suche von Unterprogrammen aufgeführt.

Feste Bearbeitungszyklen sind die häufigste Anwendung von Unterprogrammen. Sie definieren zum Beispiel die X- und Y-Positionen einer Reihe von Löchern in einem separaten Programm. Anschließend rufen Sie dieses Programm als Unterprogramm mit einem Festzyklus auf. Anstatt die Positionen für jedes Werkzeug zu definieren, werden diese nur einmal für beliebig viele Werkzeuge angegeben.

Setting Up Search Locations

Wenn ein Programm ein Unterprogramm aufruft, sucht die Steuerung das Unterprogramm zuerst im aktiven Verzeichnis. Wenn die Steuerung das Unterprogramm nicht finden kann, verwendet die Steuerung die Einstellungen 251 und 252, um zu bestimmen, wo als nächstes gesucht werden soll. Nähere Informationen sind diesen Einstellungen zu entnehmen.

Um eine Liste von Suchorten in Einstellung 252 zu erstellen:

  1. Im Gerätemanager (LIST PROGRAM) das Verzeichnis wählen, das der Liste hinzugefügt werden soll.
  2. Drücken Sie F3.
  3. Die Option EINSTELLUNG 252 im Menü markieren und dann ENTER (Eingabe) drücken.

    Die Steuerung fügt das aktuelle Verzeichnis der Liste der Suchorte in Einstellung 252 ein.

Ergebnis: 

Um die Liste der Suchorte zu sehen, sind die Werte der Einstellung 252 auf der Seite Einstellungen einzusehen.

Local Subprogram (M97)

Ein lokales Unterprogramm ist ein Codeabschnitt im Hauptprogramm, das vom Hauptprogramm mehrere Male angesprungen wird. Lokale Unterprogramme werden durch M97 und Pnnnnn aufgerufen, wobei nnnnn die Zeilennummer N des lokalen Unterprogramms ist

Das Hauptprogramm wird durch einen M30-Befehl beendet und anschließend beginnen die lokalen Unterprogramme nach dem M30. Jedes Unterprogramm muss mit einer N Zeilennummer beginnen. Am Ende wird die Steuerung durch M99 wieder ins Hauptprogramm zugegeben und mit dem nächsten Befehl fortgesetzt.

%
O40009 (Lokales Unterprogramm ex-prog) ;
(G54 X0 Y0 befindet sich in der linken oberen Ecke des Werkstücks) ;
(Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
(T1 ist ein Anbohrer) ;
(T2 ist ein Bohrer) ;
(T3 ist ein Gewindebohrer) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
G00 G90 G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
X1.5 Y-0.5 (Eilgang zur 1. Position) ;
S1406 M03 (Spindel auf CW) ;
G43 H01 Z1 (Werkzeugversatz 1 an) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G81 G99 Z-0.26 R0.1 F7. (G81 starten) ;
M97 P1000 (Lokales Unterprogramm aufrufen) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
M01 (Wahlweiser Halt) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T2 M06 (Werkzeug 2 wählen) ;
G00 G90 G40 G49 (Sicherer Anlauf);
G54 X1.5 Y-0.5 (Eilgang zur 1. Position);
S2082 M03 (Spindel auf CW) ;
G43 H02 Z1. (Werkzeugversatz 2 an) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G83 G99 Z-0.75 Q0.2 R0.1 F12.5 (G83 anfangen) ;
M97 P1000 (Lokales Unterprogramm aufrufen) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
M01 (Wahlweiser Halt) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T3 M06 (Werkzeug 3 wählen) ;
G00 G90 G40 G49 (Sicherer Anlauf);
G54 X1.5 Y-0.5 ;
(Eilgang zur 1. Position) ;
S750 M03 (Spindel auf CW) ;
G43 H03 Z1 (Werkzeugversatz 3 ein) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G84 G99 Z-0.6 R0.1 F37.5 (G84 starten) ;
M97 P1000 (Lokales Unterprogramm aufrufen) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z0.1 M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus) ;
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
G53 Y0 (Y Ausgangsposition) ;
M30 (Ende des Programms) ;
(LOKALES Unterprogramm)
N1000 (Lokales Unterprogramm starten) ;
X0.5 Y-0.75 (2. Position) ;
Y-2,25 (3. Position) ;
G98 X1.5 Y-2.5 (4. Position) ;
(Rückkehr zum Anfangspunkt) ;
G99 X3.5 (5. Position) ;
(R – Rückkehrebene) ;
X4.5 Y-2.25 (6. Position) ;
Y-0,75 (7. Position) ;
X3.5 Y-0.5 (8. Position) ;
M99;
%

External Subprogram (M98)

Ein externes Unterprogramm ist ein separates Programm, das vom Hauptprogramm aufgerufen wird. M98 verwenden, um ein externes Unterprogramm aufzurufen, wobei mit Pnnnnn die betreffende Programmnummer angegeben wird.

Wenn das Programm ein M98-Unterprogramm aufruft, sucht die Steuerung das Unterprogramm im Verzeichnis des Hauptprogramms. Kann die Steuerung das Unterprogramm nicht im Verzeichnis des Hauptprogramm finden, sucht es an der in Einstellung 251 angegebenen Stelle. Auf Seite 5 sind nähere Informationen aufgeführt. Wenn die Steuerung das Unterprogramms nicht finden kann, wird ein Alarm ausgelöst.

In diesem Beispiel gibt das Unterprogramm (Programm O40008) (8) Positionen an. Es enthält auch einen G98-Befehl bei der Bewegung zwischen den Positionen 4 und 5. Dies bewirkt, dass die Z-Achse zum ersten Ausgangspunkt statt zur R-Ebene zurückkehrt, sodass das Werkzeug über die Werkzeughalterung fährt.

Das Hauptprogramm (Programm O40007) gibt drei verschiedene Festzyklen an:

  1. G81 Anbohren an jeder Position
  2. G83 Tiefbohren an jeder Position
  3. G84 Gewindebohren an jeder Position

Jeder feste Bearbeitungszyklus ruft das Unterprogramm auf und führt den Vorgang an jeder Position aus.

%
O40007 (Externes Unterprogramm ex-prog) ;
(G54 X0 Y0 ist Mitte links vom Werkstück) ;
(Z0 ist an der Oberseite des Teils) ;
(T1 ist ein Anbohrer) ;
(T2 ist ein Bohrer) ;
(T3 ist ein Gewindebohrer) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T1 M06 (Werkzeug 1 wählen) ;
G00 G90 #G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
G00 G54 X1.5 Y-0.5 (Eilgang zur 1. Position)nbsp;
S1000 M03 (Spindel UZ) ;
G43 H01 Z1. (Werkzeugversatz 1 an) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G81 G99 Z-0.14 R0.1 F7. (G81 starten) ;
M98 P40008 (Externes Unterprogramm aufrufen) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z1. M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus);
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
M01 (Wahlweiser Halt) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T2 M06 (Werkzeug 2 wählen) ;
G00 G90 #G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
G00 G54 X1.5 Y-0.5 (Eilgang zur 1. Position)nbsp;
S2082 M03 (Spindel auf CW) ;
G43 H02 Z1. (Werkzeugversatz 1 an) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G83 G99 Z-0.75 Q0.2 R0.1 F12.5 (G83 anfangen) ;
M98 P40008 (Externes Unterprogramm aufrufen) ;
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z1. M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus);
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
M01 (Wahlweiser Halt) ;
(ANFANG DER VORBEREITUNGSSÄTZE) ;
T3 M06 (Werkzeug 3 wählen) ;
G00 G90 #G40 G49 G54 (Sicherer Anlauf);
G00 G54 X1.5 Y-0.5 (Eilgang zur 1. Position)nbsp;
S750 M03 (Spindel auf CW) ;
G43 H03 Z1. (Werkzeugversatz 3 an) ;
M08 (Kühlmittel an) ;
(ANFANG DER SCHNEIDBLÖCKE) ;
G84 G99 Z-0.6 R0.1 F37.5 (G84 starten) ;
M98 P40008 (Externes Unterprogramm aufrufen);
(ANFANG ABSCHLUSSBLÖCKE) ;
G00 Z1. M09 (Eilgang zurück, Kühlmittel aus);
G53 G49 Z0 M05 (Z Ausgangsstellung, Spindel aus) ;
G53 Y0 (Y Ausgangsposition) ;
M30 (Ende des Programms) ;
%

Unterprogramm
%
O40008 (Unterprogramm) ;
X0.5 Y-0.75 (2. Position) ;
Y-2,25 (3. Position) ;
G98 X1.5 Y-2.5 (4. Position) ;
(Rückkehr zum Anfangspunkt) ;
G99 X3.5 (5. Position) ;
(R – Rückkehrebene) ;
X4.5 Y-2.25 (6. Position);
Y-0,75 (7. Position) ;
X3.5 Y-0.5 (8. Position) ;
M99 (Unterprogrammrückkehr oder Schleife);
%

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